Berlin - Kann ein Lebensretter vergessen sein, der sein eigenes Leben bei der Rettung eines anderen aufs Spiel gesetzt hat, obwohl der Fall die Welt bewegte? Der heute 79-jährige Ditmar Wiese wird in keinem der vielen Berichte über eine aufsehenerregende Schießerei an der Mauer 1964 erwähnt. Nicht einmal richtig vergessen ist er, denn schon direkt nach der Lebensrettung tauchte Wiese lieber in die Anonymität ab. Er hatte seine Gründe.

Wie bin ich auf Ditmar Wiese gestoßen? Überhaupt nicht, sondern er hat mich angerufen. In der Stadtteilzeitung ecke köpenicker hatte ich vor einigen Jahren eine Chronik der zwischen Mitte und Kreuzberg liegenden Stallschreiberstraße geschrieben und versucht, eine wilde und blutige Schießerei aus dem Kalten Krieg im Jahr 1964 zu rekonstruieren:

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