Berlin - Die Polizei hatte in der vergangenen Woche eine bunte Palette an Aufgaben: In der Nacht zum Sonntag fuhr ein 60-Jähriger mit einem Porsche auf der Bismarckstraße, als von rechts bei roter Ampel ein Mercedes kam und gegen den Porsche prallte. Fünf Männer stiegen aus, schoben den Mercedes auf den Gehweg, entfernten die Kennzeichen und rannten weg. Die Polizei weiß inzwischen, dass es ausländische Kennzeichen waren. „Es besteht der Eindruck, dass die Fahrtüchtigkeit des Fahrers nicht optimal war und man durch Entfernen der Kennzeichen seine Identifizierung erschweren wollte“, sagt ein Beamter.

Nicht einverstanden war am Tag danach eine betrunkene 45-Jährige mit der Maskenpflicht im BVG-Bus, weshalb eine Funkstreife in den Tegeler Forst ausrücken musste. Die Frau bedrohte den Fahrer und randalierte. Bei ihrer Festnahme griff sie die Polizisten an.

In der Nacht zum Dienstag knallte es dann nacheinander auf den S-Bahnhöfen Priesterweg und Buckower Chaussee. Jemand hatte zwei Fahrkartenautomaten gesprengt und sich die Geldkassetten geholt.

In letzter Zeit hat es die Polizei mit einem neuen Phänomen zu tun: Immer öfter werden an Autos die Abgas-Katalysatoren abgesägt. Vor allem an älteren Autos wie Opel Astra oder VW Polo, wo der Kat unter dem Wagenboden ist. Eine Zivilstreife stoppte am Mittwoch in Marzahn das Auto eines 38- und 40-Jährigen. Im Kofferraum lagen zwei abgesägte Katalysatoren. Laut ADAC enthält ein Katalysator bis zu fünf Gramm Edelmetalle wie Palladium und Platin. Weil die Preise dafür stark gestiegen sind, lohnt sich Katalysator-Recyclen.

Am Freitag, kurz vor 3 Uhr, knallte es schließlich noch zwei Mal. Am S-Bahnhof Lichtenrade sahen Anwohner zwei dunkel gekleidete Gestalten wegrennen – mit Geldkassetten aus zwei Ticketautomaten. Die Polizei schließt nicht aus, dass es die gleichen Täter wie am Dienstag waren. Laut Ermittlern sind es meist Banden vom Balkan, die Automaten sprengen. Mal erbeuten sie 50, mal 1000 Euro. Öffnen sie dann aber die Kassette mit den Scheinen, erleben sie eine Überraschung und es bleibt ihnen nur Kleingeld: Eine Tintenpatrone explodiert und macht die Scheine für immer unbrauchbar. In dem Fall hilft auch intensive Geldwäsche nichts.