Berlin - Am Donnerstagabend merke ich, wie viel Glück ich habe im Leben. Wir sitzen zu fünft beisammen, trinken Radler, Wein und Tee. Und einer von uns erzählt, wie er ziemlich genau vor einem Jahr im Krankenhaus lag, wegen dieser Krankheit, deren Namen keiner mehr lesen will. Er, der nur ein paar Jahre älter ist, hat es knapp überlebt. Er sagt, er sei den Ärzten für immer dankbar. Seine Stimme ist fest dabei. Keine Ahnung, warum mir das auffällt, aber sie ist betont unsentimental. Er war auch in dieser Woche wieder im Krankenhaus, weil er Teil einer Studie über Menschen ist, die überlebt haben. Er sagt, er kenne einen Freund, der nicht so viel Glück hatte wie er. „Wenn der nach acht Stunden aufwacht, fühlt er sich fertiger als am Abend davor. Fatigue heißt das wohl.“

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