Als meine Frau vorschlägt, zusammen ein paar Tage das „Heilfasten nach Buchinger“ zu praktizieren, schießen mir alle möglichen Gedanken durch den Kopf: Will ich das? Kann ich das? Ist Heilfasten eine Praxis spaßbefreiter Gesundheitsapostel, die dem neoliberalen Selbstoptimierungswahn anheimgefallen sind? Geht man als Paar in die langweilige Phase über, wenn man zusammen heilfastet? Was kommt als nächstes? Dass man sich gegenseitig wärmende Socken mit Bärchenmotiv strickt, im Partnerlook Yoga macht oder Freunde zu Dia-Abenden einlädt? Oder sind das nur die typischen Abwehrgedanken eines Menschen, der insgeheim weiß, dass er mit Essen nicht nur für Energiezufuhr sorgt, sondern sich auch belohnt, tröstet, aufputscht und beruhigt? Der isst, wenn er sich langweilt, wenn er sich ärgert, wenn er beim Schreiben eines Textes nicht weiterweiß.

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