Berlin - Das Jahr 2015 war ein besonderes Jahr für mich. Ich war 29 und steckte knietief in einem Sorgerechtsverfahren zwischen der Schweiz und Deutschland. Ich fühlte mich mutterseelenallein und sehnte mich danach, mich um jemand kümmern zu können, so wie ich mich zuvor täglich um mein Kind gekümmert hatte, das nun in der Schweiz lebte. Ich war jung Vater geworden und fand mich nach einem jähen Beziehungsende in einer Situation wieder, die ich heute scherzhaft meine erste Midlifecrisis nenne.

Zwischen Gerichtsterminen und Kindsbesuchen, dem Versuch, eine Art Normalität in Berlin aufrechtzuerhalten und dem unguten Gefühl, zwischenmenschliche Beziehungen fundamental falsch verstanden zu haben, entschied ich mich, mir einen Hund zu kaufen. Priscilla sollte sie heißen. Mit ihr wollte ich lernen, ein nachhaltiges Beziehungsgefüge aufzubauen. Zwei Monate später hielt ich einen samtigen Vizsla-Weimaraner-Welpen in den Armen, der – so wollte es der Zufall – exakt meine Haarfarbe hatte: so dunkelbraun, dass es fast schwarz aussieht.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.