Görlitz - Zwischen dem polnischen Grenzstein und dem Schild mit Sachsens Landeswappen steht eine Familie und braucht Hilfe. Freitagvormittag vor zwei Wochen in Zgorzelec. Auf der Brücke über die Neiße stockt der Verkehr. Mila Kaczmarek parkt ihr Auto auf dem Bordstein, steigt aus, räumt die Rückbank frei. Kaczmarek, um die 50, schwarze Haare und rote Wolljacke, ist gekommen, um der Familie zu helfen. „Wir bringen euch jetzt rüber“, ruft Kaczmarek erst auf Polnisch, dann auf Deutsch und winkt mit den Armen. Alle quetschen sich wortlos in den Kleinwagen. Vater, Mutter, die Tochter trägt ihr Neugeborenes im Wickeltuch.

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