Berlin - Der russische Supermarkt am Carrée Marzahn ist voll – kräftige Männer erledigen die Wochenendeinkäufe für die Familie. Die Ladungen ihrer Wagen sehen anders aus als die im Discounter auf der anderen Seite der Jan-Petersen-Straße: tütenweise Buchweizen, Kwass, eingelegter Kürbis, Sprotten in der Dose, Stockfisch zum Knabbern, Welse von der prächtig bestückten Fischtheke.

An der Kasse kommt noch ein Bündel Birkenreiser dazu, für die Banja. Und Kaviar für danach. Im viele Meter langen Schnapsregal des Mix Markt stehen – nach grober Zählung – etwa 80 Sorten Wodka, auch in der Geschenkverpackung als Kalaschnikow-Maschinenpistole in Originalgröße und mit Schraubverschluss. Auch die faustgroße Eierhandgranate enthält Schnaps. Deutsche Kunden streben vor allem zum eindrucksvollen Süßigkeitenregal. Da gibt es lose zum Selbermischen die berühmten Mischkas (Waffeln mit Schokoüberzug), Schokopflaumen oder Pralinenkästen mit Bildern aus der Tretjakow-Galerie. Die Ansagen sind russisch, die Musik ist es auch.

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