Berlin - Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und steht seit Jahrzehnten im Zeichen des Protestes. Was mir auffällt, ist, dass erstaunlich viele junge Leute und Jugendliche erstaunlich stumm sind. Ja, die meisten Jugendlichen gelten heute als unpolitisch, aber auch die Klimaschützer um Greta Thunberg sind derzeit nicht besonders laut. Dabei bemängelten sie doch in den Monaten vor der Corona-Krise immer wieder vehement – und zu Recht, wie ich finde –, dass ihre Generation keine gute Zukunft auf dem Planeten habe. Wo sind diese Stimmen jetzt?

Das mediane Alter der Coronatoten liegt in Berlin laut Landesamt für Gesundheit und Soziales bei 83 Jahren. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich weiß, dass vor allem ältere Menschen durch das Corona-Virus gefährdet sind. Und das will ich mit diesem Text gar nicht in Abrede stellen. Was ich grundsätzlich an der derzeitigen Politik unserer Regierung und der Großen Koalition generell kritisiere, ist, dass hier sehr alte Menschen Politik für alte Menschen machen. Jetzt werden Sie sagen, ja, das entspricht ja auch der Demografie in Deutschland. Haken dran. Und da haben Sie auch auf den ersten Blick Recht, denn der durchschnittliche Bewohner in diesem Land ist derzeit nach jüngsten Berechnungen knapp 45 Jahre alt. Und trotzdem sage ich, dass die Alten viel zu viel Macht in diesem Land haben. Und das wiederum ist schlecht für die Zukunft der jungen Menschen in diesem Land.

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