Berlin - Mit der Atomkraft ist es ein wenig wie mit dem Fliegen: Eigentlich kann nichts schiefgehen, jedenfalls nur ganz, ganz selten, aber wenn etwas passiert, ist es eine Katastrophe. Während das bei Flugzeugabstürzen meist nur die bedauernswerten Insassen der Maschine betrifft, sind bei schweren Unfällen in Kernkraftwerken jedoch nicht nur Todesopfer zu beklagen, sondern die Folge ist auch eine Verstrahlung der Umwelt mit vielleicht unzähligen Toten.

Und doch gehen viele Länder weiterhin die Risiken der Kernenergie ein – auch nach Tschernobyl und Fukushima, auch in der Ukraine und in Japan. In so unterschiedlichen Staaten wie Finnland, Südafrika, Brasilien, Kanada, China oder Frankreich werden Laufzeiten verlängert oder gar neue Anlagen gebaut. Nur in Deutschland ist die Angst vorm In-die-Luft-Fliegen der Anlagen so groß, dass der Ausstieg – von einem selten breiten gesellschaftlichen Konsens getragen – sogar schon zweimal beschlossen wurde, zuerst 2000 unter Rot-Grün und (nach einem kurzen Rückzieher) 2011 noch einmal endgültig von Schwarz-Gelb.

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