Color Coordinated

Rosa zu Gelb, Gelb zu Rosa – oder doch nur Klarglas? Der „Rayures“-Paravent des Pariser Studios Ronan et Erwan Bouroullec lässt sich individuell zusammenstellen: drei Farben und eine Vielzahl an Paneelengrößen stehen zur Auswahl, die Riffelstruktur des Glases ist mal vertikal, mal horizontal ausgerichtet, auch ein Spiegel lässt hinzuarrangieren. Verbunden werden alle Einzelteile von „Rayures“, aktuell bei Glas Italia im Programm, mit Schanieren aus anthtazitfarbenem verchromten Messing.

Claire Lavabre
Rayures von Bouroullec für Glas Italia, modularer Paravant aus gefärbtem Flutes-Glas, die hier abgebildete Version rund 4.600 Euro über www.glasitalia.com

Step by Step

Es muss ja nicht gleich das vollverchromte Beistelltischchen sein. Wer sich an die Tendenz zu metallenen Möbeln langsamer herantasten will, sollte mal bei Curated By vorbeischauen: Mit dem „Escala Side Table“ des Designers Max Enrich bietet das Brand aus Barcelona ein weniger explizites weil weniger glänzendes Tischchen an. Eher sanft schimmert das polierte Edelstahl-Treppchen aus lokaler Produktion – die perfekte Bühne für alle Wohnaccessoires und Objekte, die gesehen werden sollen.

Claudia Mauriño
Escala Side Table von Curated By, Beistelltisch aus poliertem Edelstahl, 550 Euro über www.curatedbyshop.com

All eyes on Alu

Ganz einfach: „Carla“ ist nicht nur ein Hingucker durch den dezenten Metallschimmer und eine klare Formsprache – auch seine Produktion ist denkbar simpel. Das Tablett der Berliner Marke Hans Objects wird aus einem Aluminium-Stück herausgeschnitten und sechsmal gekantet, auf dass Griffe und Aufkantungen entstehen. Die Fuge an den Tablettecken lässt Designer Hans Brüderl bewusst offen, um dieses Prinzip zu betonen. Neben der metallfarbenen Variante gibt es „Carla“ auch in Taubenblau und Zinkgelb.

Hans Objects
Carla von Hans Objects, Tablett aus pulverbeschichtetem Aluminium, hier in der Farbversion „transparent“, 85 Euro über www.hansobjects.com

Mirror mirror on the floor

Eigentlich müsse man vom „Flexible Sofa“ sprechen, heißt es aus dem Berliner Studio ErtlundZoll. Denn genau das ist dieses modulare Polstermöbel: Basisplattformen lassen sich individuell zum Ein-, Zwei- oder Dreisitzer  zusammenmontieren, linear oder ums Eck, auch das Lehnen-Modul ist an- und abbaubar. Spannend: Die Lehnen-Rückseite des „Simple Sofa“, entworfen von Benjamin Brenner, Ayscha Zarina Omar und Simon Ertl, zeigt sich als spiegelnde Fläche, den Bezugsstoff von Kvadrat gibt's in weiteren Farben.

Studio Bowie
Simple Sofa von ErtlundZoll, modulares Sofa aus polierte und pulverbeschichtetem Edelstahl, Kaltschaumpolsterung und Bezugsmaterial, Zweisitzer für 3.200 Euro über www.ertlundzull.de

Camouflage complications

So viele Möglichkeiten hält das Kaffeetisch-Ensemble „Camo“ des Berliner NeoCraft Studios bereit, dass die Entscheidung schwerfallen dürfte. Tischplatten aus gefärbtem Glas oder weißem Marmor? Lackiertem oder spiegelndem Edelstahl, Messing oder Holz? Je Tischchen ein anderes Material – oder doch alles aus einem Guss? Designer Sebastian Scherer präsentiert seinen Entwurf als variantenreich und vage, seine Inspiration bleibt dabei deutlich: „Camos“ geschwungene Formen entsprechen dem Camouflage-Muster.

NeoCraft
Camo von NeoCraft Studio, modulares Coffeetable-Ensemble aus unterschiedlichsten Materialien, hier Messingbeine und magentafarbene Glasplatte, alle drei Tische zusammen 13.650 Euro über www.neocraft.com

Dieser Text ist in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung erschienen – jeden Sonnabend am Kiosk oder hier im Abo.