Berlin - Aurel Mertz ist so einer, der alles mit Medien kann. Er ist Comedian, Moderator, Podcaster und Schauspieler, bei Twitter und Insta eine echte Belastung für die Lachmuskulatur. Fast wäre er Journalist geworden. Zuletzt legte er sich mit dem neuen Landwirtschaftsminister Cem Özdemir an, aber nur aus Spaß.

2021 würde ich diesen Filmtitel geben:

„Corona Pandemie 2 – Jetzt wird geheiratet“

Corona ist …

… ein mieses belastendes Monster, dass das Schlimmste aus der Gesellschaft rausholt und dafür sorgt, dass man entweder nichts macht, was Spaß macht, oder mit schlechtem Gewissen Spaß hat.

Im Lockdown habe ich gelernt …

… dass meine Familie und Freund*innen mir wirklich wichtig sind. Wusste ich möglicherweise schon davor.

Am Tag, an dem die Pandemie offiziell vorbei ist …

… werde ich auf ein Festival gehen, es wird 30 Grad haben, ich werde Spaß haben und bin vermutlich 85 Jahre alt.

Mit diesem Lied hätte ich Angela Merkel verabschiedet:

Destiny’s Child – „Survivor“

Diese Superkraft würde ich Olaf Scholz verleihen:

Irgendwas Banales, wie gut backen. Die mächtigsten Menschen der Welt sollten nicht zusätzlich noch Superkräfte bekommen, hab genug Comics gelesen um zu wissen, dass das schlecht ausgeht.

In Tegel gibt es selbstfahrende Busse. Ich würde gern dieses vollautomatische Gerät entwickeln:

Ein Gerät, dass mich anguckt und mir sagt, welche Serie ich bei meiner aktuellen Stimmung schauen muss. Streaming Roboadvisor!

Das würde ich 2022 am liebsten verbieten:

Dass Menschen im Internet irgendjemanden suchen, der oder die sich über etwas freut und der Person dann komplett ohne Zwang und Wissen über den Kontext in den Kommentaren die Freude kaputt machen.

Und das endlich mal einführen:

Am besten gar nix mehr einführen. Habe das Gefühl, alles was eingeführt wird, sind irgendwelche Reaktionen auf die Pandemie. Wäre bestimmt ein gutes Zeichen, wenn man außer legales Bubatz nächstes Jahr nichts einführen muss.

Was Sie schon immer mal tun wollten – im nächsten Jahr dann aber wirklich.

Mit meiner Schwester nach Ghana fliegen und die Familie von meinem Opa besuchen.

Dieser Text ist in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung erschienen – jeden Sonnabend am Kiosk oder hier im Abo.