Berlin - FaulenzA rappt nicht nur über Schönheitsideale, sie schreibt nicht nur über Diskriminierung von trans*-Weiblichkeiten, sie geht auch gerne ins Fußballstadion, sie ist Fan des SV Babelsberg 03. Vor knapp zehn Jahren, nach ihrem öffentlichen Coming-out als Transfrau, zog sie nach Berlin.

2021 würde ich diesen Filmtitel geben:

„Corona Wars – Episode 2: Eine neue Hoffnung“. Damit meine ich die Impfung als Hoffnung :-)

Corona ist …

… real, aber scheiße.

Im Lockdown habe ich gelernt, dass …

… ich mich besser allein beschäftigen kann, als ich gedacht habe. Dass ein Gang runterschalten gut tut. Dass Geduld, Vertrauen und Hoffnung wichtig sind.

Am Tag, an dem die Pandemie offiziell vorbei ist, werde ich …

… auf ein Punkfestival gehen und in der Menge Pogo tanzen.

Mit diesem Lied hätte ich Angela Merkel verabschiedet:

Die Internationale. Und als Zugabe: der APPD-Parteimarsch.

Diese Superkraft würde ich Olaf Scholz verleihen:

Diskriminierungssensibilität und queerfeministische Super-Empathie. Außerdem: Feuer aus den Ohren schießen, weil das lustig aussieht.

In Tegel gibt es selbstfahrende Busse. Ich würde gern dieses vollautomatische Gerät entwickeln:

Einen elektrischen fliegenden Besen zur Fortbewegung.

Das würde ich 2022 am liebsten verbieten:

Hundesteuer, die AfD, Schule, Querdenker, Transfeindlichkeit in Fußballstadien und überall, Kapitalismus.

Und das endlich mal einführen:

Offene Grenzen, Pass und Aufenthalt für alle, Betteln und Pennen überall erlauben, auch in Bahnhöfen und so, Entkriminalisierung aller Drogen, bedingungsloses Grundeinkommen, kostenlosen Nah- und Fernverkehr, Reichensteuer, Anarchie.

Was Sie schon immer mal tun wollten – im nächsten Jahr dann aber wirklich:

Reiterferien.


Dieser Text ist in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung erschienen – jeden Sonnabend am Kiosk oder hier im Abo.