Berlin - Eine Wohnung mit Blick auf einen Park in Pankow, sehr hell, mit vielen Blumen, auf dem Tisch Kaffee, grüner Tee, Kuchen. Daniela Dahn, Publizistin, und ihre Tochter Laura Laabs, Regisseurin, sprechen über sich und ihre Familie, vor allem über eine Frau, die über die DDR hinaus eine Legende geworden ist: Sibylle Boden-Gerstner, Breslauer Jüdin, Gründerin der DDR-Modezeitschrift Sibylle, Ehefrau von Karl-Heinz Gerstner, der sie in Paris vor den Nazis versteckte und später für die Berliner Zeitung arbeitete. Eine Familiengeschichte, geprägt von der Suche nach Heimat, Identität, Zugehörigkeit, die sich immer auch in der Mode ausdrückt, bis heute. Laura Laabs hat zum Interview ein Kleid ihrer Mutter angezogen und Perlenclips ihrer Großmutter an die Ohren gesteckt. Einen davon hat sie auf dem Weg von ihrer Neuköllner Wohnung zu ihrer Mutter in Pankow verloren. Ein schmerzhafter Verlust, aber auch ein Zeichen, sagt sie. Ihre Großmutter, 2016 gestorben, wisse: „Wir sitzen jetzt hier zusammen und sprechen über sie.“

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