BerlinDas vergangene Jahr war nicht nur das Corona-Jahr, sondern auch das 30. Jahr der deutschen Einheit. Die Berliner Zeitung hat dieses Jubiläum mit der Serie „Zeitenwende“ begleitet, Texte veröffentlicht, in denen zu spüren war: Die Debatten sind offener geworden, sie drehen sich immer weniger um die DDR oder ihr Erbe als um die Folgen der Einheit, um Identität, Strukturen, Machtverhältnisse. Menschen trauen sich plötzlich, ihre Geschichten zu erzählen, haben ein größeres Selbstbewusstsein, die eigene Perspektive zu artikulieren.

Ganz besonders spürten wir das bei unseren Interviews „Vom Ende der Geschichte“ mit der letzten und ersten frei gewählten DDR-Regierung. Sie wurde im März 1990 gewählt und im Oktober 1990 abgesetzt, sie war nur 173 Tage an der Macht, verabschiedete in Rekordzeit 164 Gesetze und 93 Beschlüsse. Dennoch sind sie, die Ärzte oder Anwälte waren, in der deutsch-deutschen Geschichtsschreibung fast untergegangen.

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