Passanten sitzen an einem Wasserbecken
Foto: imago images/Marco Bertram

Wenn der Staat DDR kritisiert wird, fühlen sich oft auch die Menschen kritisiert, die in ihm gelebt haben. Das macht Gespräche innerhalb von Familien über ihr Leben in der DDR so schwierig. Viele schweigen bis heute, doch in ihrem Schweigen wächst die Wut. Auf Initiative der Filmemacherinnen Sabine Michel und Dörte Grimm wagen Kinder und Eltern aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen erstmals eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Die Gespräche sind als Buch erschienen, „Die anderen Leben: Generationengespräche Ost“ heißt es. Wir drucken einen gekürzten Auszug, der von einem Gespräch der Lehrerin Annett mit ihrem Vater Klaus-Dieter, einem ehemaligen Major der Staatssicherheit, handelt.

Annett und ihr Mann Dirk haben drei Kinder. Die beiden haben sich Anfang der Neunzigerjahre beim Lehramtsstudium in Annetts Heimatstadt Dresden kennengelernt. Er war damals einer der ersten Studenten aus den alten Bundesländern. Nach einem vierjährigen Aufenthalt in Asien wohnt die Familie jetzt in einem westdeutschen Dorf. Die Jüngste ist jetzt drei Jahre alt. Annett arbeitet mit halber Stundenzahl als Lehrerin. An ihrer westdeutschen Schule ist sie in den 90er-Jahren die erste Ostdeutsche.

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