Ein 6-Personen Zimmer im Krankenhaus Prenzlauer Berg.
Foto: imago images/Sven Simon

Berlin - Brigitte Böttcher war nicht bei den Pionieren und auch nicht in der FDJ. Und doch kam der Schuldirektor auf das Mädchen zu und fragte: „Was willst du eigentlich studieren?“ Immer wieder kommt die elegante Frau, Jahrgang 1943, beim Erzählen ihrer Lebensgeschichte darauf zurück, wie sie in der DDR von Lehrern und Leiterinnen in Aus- und Fortbildung gefördert wurde. Oft heißt es, die Berufs- und Lebenswege in der DDR seien geradlinig gewesen. So war das für Brigitte Böttcher nicht. Auf vielen Wegen und  Umwegen hat sie erfahren, wie Arbeit im Gesundheitswesen auch sein kann: als hoch kompetente, bestens ausgebildete Physiotherapeutin in engem Kontakt mit Ärzten, in die Behandlung respektvoll einbezogen. Heute weiß wohl jeder, wie schlecht Physiotherapeuten dastehen. Brigitte Böttcher konnte immerhin ihre Methode der konzentrierten Entspannung erfolgreich ins Westgesundheitssystem einbringen, aber klar ist für sie: „Das Gesundheitssystem muss neu aufgestellt werden.“ In der Politik seien Ärzte und Therapeuten zu selten vertreten, gebraucht werde „eine neue Gemeinsamkeit ohne ideologischen Anstrich“. 

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