Als sich die Gentechnik etablierte, wurden biologische Kampfmittel wieder interessanter (Symbolbild).
Foto: imago images

Berlin - Auch vor 45 Jahren gab es eine Zeitenwende. In der Hoch-Zeit des Kalten Krieges hatten sich die Großmächte darauf geeinigt, die Entwicklung und Produktion biologischer Waffen zu verbieten. Diese Biowaffenkonvention trat 1975 in Kraft. Biowaffen galten ohnehin als militärisch uninteressant; nun war also wenigstens diese Klasse von Massenvernichtungs­waffen für immer geächtet. Glaubte man – aber nicht lange. Denn zur gleichen Zeit etablierte sich die Gentechnik mit ihren vielfältigen Möglichkeiten. Nun schien es denkbar, ohne großen Aufwand harmlose Mikroorganismen in Killer­bakterien umzuwandeln. Bereits bekannte Biowaffen – wie Anthrax-(Milzbrand-)Erreger - könnten zusätzlich geschärft oder so verändert werden, daß sich der Gegner nicht mehr vor ihnen schützen könnte. Biologische Kampfmittel wurden wieder sehr attraktiv.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.