Seinen ersten Auslandsbesuch als Partei- und Regierungschef absolvierte Egon Krenz (links) in Moskau Anfang November 1989 und traf im Kreml den sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow. 
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ap/dpa/picture alliance

Berlin - Unverbrüchlich – so war die Freundschaft mit der Sowjetunion. Die Worte standen fest aneinandergefügt. Das „unverbrüchlich“ klang durchaus beschwörend: Ein Bruch wäre ja nichts weniger gewesen, als dem „ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden“ die alles entscheidende Existenzbedingung zu entziehen. Ohne unverbrüchliche Freundschaft keine DDR. Wenn es dafür eines Beweises bedurfte, so lieferte ihn das Ende des Nachkriegsproduktes. Umso wichtiger ist jedes historische Detail, das Auskunft gibt über die Zeit, als die Unverbrüchlichkeit endete: im Herbst 1989, nach der Öffnung der Grenze zwischen Ost und West. Egon Krenz stand damals - vom 17. Oktober bis zum 6. Dezember 1989 - an der Spitze der regierenden Partei SED wie auch der Deutschen Demokratischen Republik. Ein Zeitzeuge mit Spezialwissen – wer wollte das bezweifeln.

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