Vor dem Reichstag, am Tag der Wierdervereinigung: Helmut und Hannelore Kohl, daneben Norbert Blüm, Oskar Lafontaine, Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher, Richard von Weizsäcker, Lothar de Maizière und Theo Waigel. 
Foto: Imago Images

Am 2. Oktober 1990 warteten vor dem Schauspielhaus am Gendarmenmarkt zwei Männer auf ihren Auftritt. Der eine, Lothar de Maizière, letzter Regierungschef der DDR, sollte eine Rede halten. Der andere, Kurt Masur, Chef des Gewandhausorchesters, Beethovens 9. Sinfonie dirigieren. „Ich hab solches Fracksausen“, sagte de Maizière. „Und ich erst“, sagte Masur. „Warum?“, fragte de Maizière, „Sie haben doch Beethoven schon x-mal dirigiert.“ – „Ja“, antwortete Masur, „aber noch nie zur deutschen Einheit.“

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.