Zu viel Zucker und andere Zusätze? Dann doch lieber Saft selber machen

Zukünftig darf jedoch auch nicht mehr mit der in Deutschland üblichen Bezeichnung „Ohne Zuckerzusatz“ geworben werden, denn dieses gilt ja nun als gesetzlich verpflichtende Selbstverständlichkeit. Von Zuckerzusätzen jedoch einmal abgesehen existieren nach wie einige legal zulässige so genannte Zusatz- und Hilfsstoffe, welche der Verbraucher nicht unbedingt auf Anhieb im als rundherum gesund angepriesenen Saft vermuten würde.

 

So kommen bei der weit verbreiteten Verarbeitung bzw. erneuten Verflüssigung von Fruchtsaftkonzentraten Stoffe zum Einsatz, welche nicht deklariert werden müssen, auch Verdauungs fördernde Gerbstoffe (Tannine), natürliche oder naturidentische Aromastoffe, diverse Enzyme und bestimmte  Klär-, Trenn- und Fällmittel als Trägerstoffe für Farbstoffe dürfen nach wie vor bei der Saftherstellung zum Einsatz kommen. Hier bewegen sich die gemessenen Werte nahezu immer im gesetzlichen vorgeschriebenen Rahmen, wer jedoch über eine spezielle sensitive Konstellation verfügt, macht sich u.U. schon seine Gedanken, ob das Glas Saft vor ihm nicht doch tendenziell unbekömmlich sein könnte. Angesichts stetig steigendem Gesundheitsbewußtsein und nicht zuletzt auch häufiger werdenden Allergien bevorzugen somit immer mehr Konsumenten die persönliche Variante und stellen ihre Säfte selber her.

 

Soviel Bereitschaft sich dem perfekten Saftgenuss zu widmen überrascht in Deutschland letztlich auch nicht, die große Begeisterung für Säfte aller Art wird ja bereits durch den unangefochtenen Weltmeistertitel im diesbezüglichen Konsum deutlich, sage und schreibe 37 Liter pro Kopf und Jahr werden getrunken, das sind stolze vier Liter mehr als bei den zweit platzierten Norwegern. Saft genießt hier schon länger ein außerordentlich gutes Image, er wird sowohl zur Rekonvaleszenz bei Krankheit als auch bei der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern verwendet und regelmäßig zu allen Mahlzeiten getrunken, in der Gunst der Deutschen führt dabei der Orangensaft mit 9 Litern vor dem Apfelsaft mit einem halben Liter weniger, gefolgt vom Multivitaminsaft mit gut 4 Litern und dem Traubensaft mit lediglich gut 1 Liter pro Jahr.

 

Doch auch exotische Früchte wie Ananas, Mangos, Papaya und viele mehr werden heute als Saft konsumiert, und wer seinen Lieblingssaft im Handel nicht entdeckt, der greift immer häufiger zu modernen Saftmaschinen, die es heute in vielen Varianten und für fast jeden Geldbeutel zu erstehen gibt. Ob die klassische Zitruspresse aus hochwertigen Materialien mit Edelstahl-Siebeinsatz und Saftauslauf mit Tropfstopp oder der Alleskönner mit mit leisem Induktionsmotor, geringer Hitzeentwicklung, großer Füllöffnung, Tresterbehälter und Filterkörbchen aus Edelstahl: Ein leckerer Saft, von dem man weiß, dass er nichts enthält, was man nicht möchte, ist heute im Handumdrehen hergestellt.