Berlin - Ein Roboter als Koch – klingt futuristisch, ist aber bereits Realität, und zwar in der Auguststraße im Berliner Bezirk Mitte. Dort liegt der Showroom des jungen Berliner Start-ups Aitme. Schon wenn man durch das Schaufenster blickt, fällt einem der große rosa und grün gefärbte Kasten auf, der mitten im Raum steht. Im Kasten, hinter einer Glasscheibe, erkennt man den Roboter mit seinen beiden Armen, an dessen Enden zangenähnliche Hände befestigt sind.

Wenn man durch die Eingangstür den Raum betritt, hört man nur ein leises Summen. „Der Roboter kocht gerade Pasta“, sagt Julian Stoß. Der 32-Jährige ist einer der beiden Gründer des Start-ups Aitme. Der zweite Gründer ist Emanuel Pallua, ebenfalls 32. Pallua gründete den Restaurant-Lieferdienst Foodora. 2016 haben sich Stoß und Pallua bei ihrer Arbeit beim Lieferdienst Delivery Hero kennengelernt, nachdem Delivery Hero Foodora aufgekauft hatte. „Es war eine spannende Zeit bei Delivery Hero, aber wir wollten wieder eine eigene Firma leiten, etwas Neues ausprobieren“, so Stoß. Sie erkannten das Problem, dass viele Firmen keine Kantine besitzen oder diese nur zweitweise besetzt ist. „Gerade in Krankenhäusern, wo Schichtbetrieb herrscht, können sich die Mitarbeiter nachts kein ordentliches Essen mehr kaufen“, sagt Stoß. „Und Sammelbestellungen bei Restaurants sind meist eine Herausforderung für die Köche. Oft sind einige Gerichte bereits kalt oder es wird etwas vergessen.“

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