Berlin -  2015 wurden in den USA nach Angaben des Sozialversicherungsträgers Social Security 6052 Mädchen mit dem Vornamen Alexa geboren. Alexa war ein beliebter Vorname – bis die gleichnamige virtuelle Assistentin kam. Im selben Jahr lancierte Amazon seinen Netzwerklautsprecher Echo, der auf das standardmäßig eingestellte Aktivierungswort „Alexa“ hört. Seitdem ist die Häufigkeit des Vornamens massiv zurückgegangen. 2020 gaben nur noch 1272 Eltern ihrer Tochter den Vornamen Alexa.

Die Gründe sind zunächst pragmatischer Natur. In vielen Haushalten, in denen ein smarter Lautsprecher oder ein Alexa-fähiges Gerät steht, kam es zu kuriosen Verwechslungen. Eltern, die ihre Töchter mit den Worten „Alexa, stopp!“ ermahnten, sorgten dafür, dass die Musik plötzlich aufhörte, weil der virtuelle Assistent die Aufforderung als Sprachkommando interpretierte. Die Künstliche Intelligenz versteht keinen Kontext – und fühlt sich immer angesprochen. In manchen Familien müssen Namensträger mit „Alexa Human“ adressiert werden, damit sich der tumbe Bot nicht in die Konversation einschaltet.

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