Die mehr als 100 000 Stücke umfassende Sammlung ist eine der fünf größten in Deutschland - und zeigt neben seltenen Edelsteinen auch stattliche Eisenmeteoriten. Zur Wiedereröffnung gibt es am kommenden Donnerstag im Campusgebäude Bergbau und Hüttenwesen einen öffentlichen Festvortrag - mit anschließendem „Steine-Essen“ - sowie eine Woche der Offenen Tür (4. bis 8. Februar, jeweils 9.00 bis - 17.00 Uhr).

„Zwar sind viereinhalb Tausend Mineralarten heute bekannt, doch nur 300 sind recht häufig und werden von den Menschen als Rohstoffe verwendet“, berichtet Sammlungsleiterin Susanne Herting-Agthe. 97 Prozent der Erdkruste würden von nur zehn Mineralarten gebildet. „Aber bis zu 100 neue werden heute noch jährlich entdeckt.“ Die Sammlung biete vor allem für Studenten der Geowissenschaft die besten Voraussetzungen, um Mineralien an Handstücken kennenzulernen.

Geowissenschaftliche Studien haben in Berlin lange Tradition: 1770 gründete Friedrich der Große die Bergakademie Berlin. 1781 erwarb der Preußische Staat die umfangreiche Mineralogische Sammlung des Geheimen Bergrats Carl Abraham Gerhard. Sie bildet nicht nur den Grundstock der heutigen Sammlung, sondern ist auch der älteste Teil der TU Berlin. (dpa)