Die meisten Menschen sind um zwei Uhr nachts unterwegs. Das haben Daten des Fahrdienstes Uber in London gezeigt, die wir ausgewertet haben“, erklärte Adam Eldridge von der University of Westminster kürzlich an der Technischen Universität (TU) Berlin. Der Soziologe sprach dabei von den Wochenenden, von den Leuten, die Tanzen gehen, sich mit Freunden treffen. Das bedeutet Spaß für die einen und Arbeit für die anderen. Barkeeper, Türsteher, U-Bahn- und Taxifahrer, um nur einige zu nennen. Die Nacht ist also gut fürs Geschäft, doch wie verändern sich dadurch das Leben der Menschen und die Städte, wie man sie bisher kannte?

In einer neuen Veranstaltungsreihe, den Berliner Nachtungen, widmen sich die Organisatoren der Erforschung der Nacht. Sie wollen zeigen, was es da eigentlich alles zu ergründen gibt. Der Begriff Nachtung ist ein Wortspiel – der Gegensatz zu Tagung. „Die Vorträge sollen alle ein bis zwei Monate stattfinden, an wechselnden Orten in Berlin“, sagt Christopher Kyba. Der Physiker ist Postdoktorand am Geoforschungszentrum Potsdam und beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit der Nacht, vor allem mit dem Phänomen der Lichtverschmutzung.

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