Eine antike Tontafel, in die jemand viele kleine Keile gedrückt hat. Kaum jemand würde in diesem Zeichengewirr einen Sinn erkennen – geschweige denn moderne Mathematik. Doch dem Berliner Forscher Mathieu Ossendrijver ist es gelungen, anhand von fünf antiken Keilschrifttafeln nachzuweisen, dass babylonische Astronomen geometrische Methoden nutzten, die erst 1400 Jahre später – im mittelalterlichen Europa – neu entdeckt wurden. Die alten Babylonier waren damit den Europäern weit voraus. Die Studie ist im Fachmagazin Science erschienen.

Mathieu Ossendrijver, 1967 geboren, kommt aus den Niederlanden. In Utrecht studierte er Astrophysik. Schon früh interessierte er sich leidenschaftlich für antike Astronomie und machte später sein Hobby zum Beruf. Nach vielen Stationen – darunter in Freiburg, Tübingen, Leiden und New York – kam er 2011 als Professor für Wissenschaftsgeschichte der Antike an die Humboldt-Universität (HU) Berlin.

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