Man könnte meinen, Heike Solga würde in diesen Tagen mit zahlreichen Anfragen interessierter Journalisten konfrontiert, doch wenn es so ist, dann lässt sie es sich nicht anmerken. Sie stellt zwei Kaffeetassen auf den Tisch in ihrem Büro und nimmt sich Zeit. Von Aufregung ist nichts zu spüren, obwohl die Bildungssoziologin am Mittwoch im Roten Rathaus den Berliner Wissenschaftspreis für das Jahr 2013 entgegennimmt. Es ist die wichtigste offizielle Auszeichnung Berlins für herausragende Wissenschaftsleistungen, die in Berlin erbracht wurden oder von besonderem Nutzen für die Stadt sind.

Journalisten und Soziologen wie Heike Solga haben eines gemeinsam: den Blick auf das gesellschaftlich Relevante. Der Blick der Journalisten dabei ist schnell, auf den Tag bezogen. Heike Solgas Blick hingegen ruht auf den Dingen und Begebenheiten wie auch auf ihrem Gegenüber. Es ist ein klarer, wacher Blick. Er zeugt von einer dauerhaften Aufmerksamkeit – unabdingbar für eine Wissenschaft, die an der Grenze zwischen Wirtschaft und Gesellschaft Probleme erkennen und Lösungen herausarbeiten soll.

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