Berlin - Der 3. April 2020 muss beim Bundeskriminalamt ein Tag zum Jubeln gewesen sein. Seit Jahren hatten die Ermittlerinnen und Ermittler mühsam versucht, Drogenhändlern, Clan-Mitgliedern und Rockerbanden auf die Spur zu kommen – mit mäßigem Erfolg. Das Problem: Die mutmaßlichen Straftäter nutzten sogenannte Kryptohandys und entzogen sich per verschlüsselter Kommunikation der staatlichen Überwachung. Bis zu jenem Freitag im April 2020.

Seit diesem Tag gingen bei den deutschen Beamten Abertausende Chat-Protokolle mit brisanten Inhalten ein. Sie lesen sich wie ein Tagebuch des organisierten Verbrechens. „Digga, saß heute mit Kartell am Tisch“, bekennt etwa ein Drogendealer aus Norddeutschland. Andere Nachrichten drehen sich um Kokain-Lieferungen oder Tipps zur Geldwäsche, sogar über die Einrichtung einer Folterkammer sollen sich niederländische Kriminelle offen ausgetauscht haben.

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