Schnell ein Selfie hochladen und mit Freunden teilen: Das macht viel Spaß – dient aber auch Überwachungssystemen als Lernfutter.
Foto: dpa/Tobias Hase

BerlinSie sind Futter für das Training: Je mehr Bilder als Lernmaterial zur Verfügung stehen, umso besser funktioniert biometrische Gesichtserkennung. Und Bilder gibt es bei Facebook oder Instagram zuhauf.

Wer Überwachungssysteme nicht mit den eigenen Fotos füttern und verbessern will, kann der Künstlichen Intelligenz aber einige Steine in den Weg legen, schreibt das Magazin „c’t“. So sollten Nutzer auf jeden Fall die Metadaten von Bildern entfernen, die sie auf Plattformen wie Instagram oder Facebook hochladen.

Hilfreiche Daten – auch für andere

Für das Sortieren der eigenen Reisefotos oder auch für professionelle Fotografen seien Angaben zu Ort, Aufnahmedatum oder Gesichts- und Objekterkennung zwar hilfreich. Diese müssten jedoch nicht den Plattformen und deren Werbekunden oder Dienstleistern weitergegeben werden.

Kostenlose Bildbetrachter wie IrfanView oder FastStone Image Viewer, aber auch der Windows Explorer bereinigen mehrere Dateien auf einmal. Auf dem Mac biete sich etwa das Tool ImageOptim an.

Weichzeichner helfen

Für einen besseren Schutz vor biometrischen Algorithmen könnten die Bilder vor dem Hochladen zusätzlich bearbeitet werden, erklärt Andreas Trinkwalder von der „c’t“. Effektive Anonymisierungsfilter seien Weichzeichner oder Verpixelungen. Diese finden sich in fast jeder Bildbearbeitung, zum Beispiel in Microsofts Paint.

Dafür wird das Gesicht mit dem Auswahlrahmen markiert und dann der „Verpixeln“-Filter oder Weichzeichner in ausreichender Stärke ausgewählt. Faustregel dabei: Nicht zu zurückhaltend sein. Häufig würden diese Filter in zu geringer Stärke angewendet, um den Bildeindruck nicht zu zerstören, schreibt „c’t“.