Ende Juli erwartet Deutschland eine ganz besondere Nacht, was die Himmelsbeobachtung betrifft: Am Freitag, 27. Juli, taucht der Vollmond für eine Stunde und 43 Minuten vollständig in den Erdschatten ein. Es kommt zur längsten totalen Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Übertroffen wird sie erst am 9. Juni 2123 – um zwei Minuten. Zugleich ist der Mars besonders hell und vergleichsweise groß zu sehen.

Das liegt an einer Konstellation, die nur alle 15 Jahre auftritt, zuletzt 2003. Der Mars hat auf seiner Bahn einen besonders sonnennahen Punkt erreicht und ist zugleich nur etwa 58 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, die ihn auf der Innenbahn überholt – im Minimalabstand, wie eine Astronomin sagt.

Lange Nacht der Astronomie

In Berlin geht der Mond am 27. Juli um 20.58 im Südosten auf. Die totale Mondfinsternis beginnt gegen 21.30 Uhr, erreicht ihren Höhepunkt um 22.21 Uhr und endet um 23.13. Der Vollmond wird rötlich leuchten. Die Bilderserie zeigt die verschiedenen Phasen während einer totalen Mondfinsternis 2015.

Der Mars hingegen ist nach der Aussage von Astronomen die ganze Nacht über zu sehen – ebenfalls rötlich leuchtend und sehr hell. Genau am 27. Juli, ab 17 Uhr, findet in Berlin auch die Lange Nacht der Astronomie statt, dieses Mal in der Archenhold-Sternwarte, Alt-Treptow 1, 12435 Berlin. Auch die totale Mondfinsternis soll dabei mit dem Teleskop beobachtet werden.

Weitere Informationen unter: www.planetarium.berlin