Bücherfans tun es, Bücherei-Mitarbeiter tun es und Buchhändler tun es auch: Sie lichten sich selbst oder Freunde mit einem Buchcover ab. Dabei verschwindet ihr eigenes Gesicht ganz oder teilweise hinter dem Einband-Bild, sodass beides optisch ineinander übergeht. „Bookface" nennt sich dieser Instagram-Trend.

Unter #bookface und #BookfaceFriday werden die Bilder im Netz veröffentlicht. Für ein brauchbares Bild müssen die Konturen des fotografierten Körpers und der Figur auf dem Buch möglichst genau übereinstimmen.

Manche Leseratten betreiben mittlerweile einen ziemlich großen Aufwand für die perfekte Aufnahme. Mitarbeiter der öffentlichen Bibliothek in Burlingame im US-Bundesstatt Kalifornien haben beispielsweise drei Personen mit Krimis in einem Bild vereint.

Für die Aufnahme wurden 50 Versuche unternommen und extra sechs Personen als Models engagiert. Der Aufwand hat sich gelohnt: Fast 200 Follower drückten den „Gefällt"-Button.

Ein weiterer Post der Burlingame Library erzielte 254 Likes - dreimal mehr als reguläre Instagram-Post der Bücherei. Er zeigt ein Baby, dessen Körper mit dem Cover von Emily Fox Gordrons Roman „It will come to me" verschmilzt.