Es geht nun Schlag auf Schlag! Vor zwei Wochen habe ich das neue chinesische Datenschutzgesetz vorgestellt, „China’s GDPR“ (GDPR steht englisch für die DSGVO). Eigentlich ist PIPL das richtige Akronym, das für „China’s Personal Information Protection Law“ steht. Nur Tage später kündigen T-Systems und Google Cloud den Bau einer „Souveränen Cloud für Deutschland“ an, die ab Mitte 2022 für Wirtschaft und Verwaltung zur Verfügung stehen soll. Warum dieses Joint Venture?

T-Systems will technologisch zu Google und damit den amerikanischen Hyperscalern aufschließen, und Google will seine Cloud DSGVO-konform in Europa anbieten können, ohne dem Verdacht eines amerikanischen Unternehmens ausgesetzt zu werden, das dem „FISA Act“ (auch Cloud Act genannt) Folge leisten und also amerikanischen Diensten Zugang zu Daten gewähren muss. Sie kennen meine Auffassung, dass Europa von den USA etwas verlangt, das es von seinen eigenen Sicherheitsdiensten nicht verlangt. Übrigens stehe ich damit nicht allein da, beispielsweise sieht das der Landesdatenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg auch so.

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