Berlin - Als Kurierfahrerin Rania mit einem fliegenden Auto in Berlin unterwegs zu sein, das passt zu der verrückten Hauptstadt. Dazu Reklametafeln, Wolkenkratzer – „Cloudpunk“ heißt eines der anspruchsvollen Computerspiele aus Berlin. Jetzt ist es in der Kategorie „Bestes deutsches Spiel“ für den diesjährigen Deutschen Computerspielpreis nominiert worden. Insgesamt wurden fünf Spiele, die vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert worden sind, ausgewählt.

Auch in der Kategorie „Beste Spielewelt und Ästhetik“ gehört das Produkt des Studios Ion Lands zu den Nominierten. Das Berlin-Team von Mensch/Maschine darf sich über die Nominierung von der „Curious Expedition 2“ in der Kategorie „Bestes Familienspiel“ freuen. Wenn man so will, keine weltweiten Aufreger, aber ehrliche, handgemachte Spiele aus der Hauptstadt, die ihren Markt finden. Denn das Medienboard gab am Montag bekannt, dass acht Spiele-Produzenten ihre Förderung zurückzahlen konnten. „Indie-Games gewinnen deutschlandweit an Popularität, auch die Berliner Studios vergrößern sich und die Projektbudgets entsprechend mit“, sagte Helge Jürgens, Geschäftsführer New-Media-Förderung beim Medienboard. 

Außerdem erreichte das Fördervolumen im vergangenen Jahr einen Höchststand. Erstmals konnten mehr als drei Millionen Euro Fördermittel vergeben werden – für 44 Games, Multiplattform-, Virtual- und Augmented-Reality-Projekte. Das sind mehr als eine Millionen Euro mehr als im Vorjahr, ein Anstieg um rund 50 Prozent.