Papierkrieg: Während man in Japan stolz darauf ist, ein Hochtechnologiestandort zu sein, ist die Durchsetzung der entsprechenden Innovationen oft spärlich.
Foto: Imago Images

Tokio - „Kommt schon, lasst uns endlich damit aufhören“, ächzte ein Twitter-Nutzer Ende April. „Infektionsfälle per Hand berichten? Selbst in Zeiten von Corona schreiben wir mit Bleistift und schicken uns Faxe.“ Binnen Tagen wurde dieser Tweet eines Mannes, der sich als Arzt eines öffentlichen Krankenhauses in Japan zu erkennen gab, tausendfach geteilt. Vermutlich auch deshalb, weil er einen für das Gesundheitssystem seines Landes wenig schmeichelhaften Vergleich angestellt hatte. Die Prozesse der Informationsverarbeitung in den Krankenhäusern des vermeintlich hochmodernen Japan nannte er „Showa-Ära-Zeug.“

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