Berlin - Wer in die USA fliegt, muss als nichtamerikanischer Staatsbürger bei der Einreise am Flughafen Fingerabdrücke nehmen sowie ein digitales Porträtfoto machen lassen. Zuerst schaut man in eine Kamera, dann legt man unter den mürrischen Blicken des Grenzbeamten alle zehn Finger auf einen Scanner. Zuerst Zeige-, Ring-, Mittel- und kleiner Finger, dann den Daumen. Und das Ganze nochmal mit der anderen Hand. Die elektronischen Fingerabdruck-Scans werden dann in einer Datenbank des Department of Homeland Security gespeichert.

Auch in Deutschland sind Fingerabdrücke neuerdings Pflicht: Bürger, die einen neuen Personalausweis beantragen, müssen von nun an neben dem bereits vorgeschriebenen biometrischen Passbild bei der Meldebehörde Aufnahmen ihrer beiden Zeigefinger machen lassen. Die Fingerabdrücke werden mit dem Lichtbild auf einem Chip gespeichert, wo sie von Polizeivollzugsbehörden, Zollverwaltung und Steuerfahndungsstellen mit einem speziellen Lesegerät ausgelesen werden können. Bislang war die Speicherung der Fingerabdrücke beim Personalausweis freiwillig, seit dem 2. August ist sie für alle Bürger verpflichtend – wie beim Reisepass, wo schon seit 2007 Fingerabdrücke digital integriert werden müssen.

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