BerlinIst im Netz posthum ein neuer Song von David Bowie aufgetaucht? Wenn man sich durch die Webseite von Open AI klickt, könnte man das meinen. Der Altmeister singt da, psychedelisch wie eh und je, zu einer metallisch-dystopischen Melodie. Das Lied hätte auch auf seinem letzten Album „Lazarus“ sein können. Allein, der Song stammt nicht von David Bowie, sondern von einer Künstlichen Intelligenz – genauer gesagt: von Jukebox. So heißt der maschinell lernende Algorithmus, der mit 1,2 Millionen Songs trainiert wurde – und dabei eine ganz eigene Playlist erstellt hat. 

Die Organisation Open AI hat im vergangenen Jahr bereits ein neuronales Netzwerk namens MuseNet entwickelt, das anhand eines Samples vierminütige Kompositionen mit zehn unterschiedlichen Instrumenten in verschiedenen Stilrichtungen kreiert. Man wirft der Maschine einfach die ersten sechs Noten einer Nocturne von Chopin hin, schon dudelt die KI im Stile von Bon Jovi. Es klingt tatsächlich so, als würde der Rocker am Klavier Chopin spielen. Die neue KI Jukebox geht jedoch noch einen Schritt weiter: Sie sampelt nicht nur Musikstücke, sondern schreibt auch eigene Songtexte.

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