User müssen sich noch bis 2021 gedulden, um neue Emojis zu bekommen. Bis dahin müssen sie sich mit den alten begnügen.
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Berlin Wie wichtig Emojis für unsere Gesellschaft geworden sind, das zeigte ein Hilferuf des Kinderhilfswerks Unicef in diesen Tagen. „Was ist eigentlich mit einem Emoji, das sich die Hände wäscht?“, fragte das Kinderhilfswerk auf seiner Homepage und präsentierte den passenden Entwurf dazu mit zwei gelben Händen.

Händewaschen kann Leben retten – und Emojis haben eine herausragende Bedeutung unserer visuellen Kommunikation erlangt. So die Begründung. Es gibt ein Konsortium, das jedes Jahr über solche Vorschläge diskutiert und entscheidet. Dabei geht es um Verständlichkeit, technische Umsetzung und Notwendigkeit. Normalerweise präsentieren die Entscheider ihre Ergebnisse im März, danach haben Unternehmen wie Apple, Twitter oder Facebook die Möglichkeit, die neue Vorschläge in ihre Software zu implementieren. Das dauert meistens ungefähr ein halbes Jahr.

Emojis auf Smartphone wohl erst 2022 zu sehen

Im kommenden Jahr wird sich der Zeitablauf allerdings verzögert. Das Konsortium hat jetzt bekannt gegeben, dass es wegen der Corona-Krise nicht in der Lage ist, im kommenden Jahr pünktlich die neuen Emojis zu präsentieren. Die Symbole werden also erst Mitte 2021 vorgestellt werden, das bedeutet für die Nutzer: Auf ihren Endgeräten werden die neuen Symbole voraussichtlich erst 2022 zu sehen sein.

„Sieht so aus, als seien Emojis nur ein kleiner Teil dessen, was sich in unserem Leben zurzeit ändert durch die globale Pandemie“, schrieb Jeremy Burge, der im Unicode-Konsortium tätig ist und Emojipedia gegründet hat, in seiner Mail an die Berliner Zeitung. Burge deutete in seinem Schreiben aber auch an, dass  möglicherweise einige wenige Emojis vor dem jetzt bekanntgegeben Zeitpunkt veröffentlicht werden könnten, aber diese Entscheidung werde erst im Laufe des Jahres getroffen.

Zum Unicode-Konsortium gehören Mitarbeiter von Unternehmen wie Apple, Google, Microsoft und Emojipedia, aber auch freiwillige Helfer, die in der Coronakrise gerade andere Verpflichtungen haben.