BerlinAm Ende eines ereignisreichen Jahres scheint uns der Himmel mit einem sehr seltenen Ereignis versöhnlich stimmen zu wollen. Jupiter und Saturn waren sich am Tag der Wintersonnenwende so nahe wie seit vierhundert Jahren nicht mehr. Mit bloßem Auge waren sie kaum mehr zu unterscheiden – einen klaren Himmel und freien Blick zum südwestlichen Horizont vorausgesetzt. Darüber hinaus erinnert die rare Planetenkonstellation an das Geheimnis um den Stern von Bethlehem.

Jupiter und Saturn sind schon seit Wochen am Abendhimmel sichtbar. Jedoch verringerte Jupiter den Abstand zum Ringplaneten und erreichte ihn am 21. Dezember. Dass dies auch der Tag des Winteranfangs war, ist Zufall. An diesem Abend waren sie nur um ein Zehntelgrad voneinander entfernt, entsprechend einem Fünftel des Vollmonddurchmessers. Gemeinsam erschienen sie im Blickfeld eines Feldstechers, mit einem kleinen Fernrohr waren auch die vier Galileischen Monde des Jupiter erkennbar. Seitdem entfernen sich beide Planeten voneinander, bis sie in der Abenddämmerung verschwinden. Bis zum zweiten Weihnachtstag trennt sie nicht mehr als ein Vollmonddurchmesser voneinander.

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