Hass und Hetze: Der Ton in den sozialen Netzwerken ist verroht.
Imago Images

Berlin - Als im Sommer Rechtsextreme Morddrohungen per Mail verschickten, unter anderem an die Berliner Kabarettistin Idil Baydar, war die Aufregung groß. Dabei ist der „NSU 2.0“, wie die Mails unterzeichnet waren, nur ein besonders perfides und abstoßendes Phänomen, das Teil einer viel weiter greifenden Entwicklung ist: Das Internet und die sozialen Netzwerke insbesondere sind längst zu Orten geworden, in denen Rechtsextreme zu Gewalt aufrufen, Hass gegen Minderheiten schüren und die Gesellschaft mit ihrer Propaganda polarisieren und spalten.

Maik Fielitz, Konfliktforscher mit Schwerpunkt Rechtsextremismus am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena, und Holger Marcks, Sozialwissenschaftler, der sich seit vielen Jahren mit Radikalisierung befasst, haben untersucht, wie die Dynamik des Internets den Rechten bei ihrem Aufstieg geholfen hat. Beide arbeiten außerdem am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg. Ihr Buch „Digitaler Faschismus: Die sozialen Medien als Motor des Rechtsextremismus“ ist gerade im Dudenverlag erschienen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.