Dresden - Die Dresdner Fabrik des Halbleiterherstellers Globalfoundries fährt in der Corona-Krise unter Volllast. Die Auftragsbücher sind voll, die Kapazitäten am Limit. „Die Knappheit an Mikrochips, das spielt uns in die Hände“, sagt Geschäftsführer Manfred Horstmann. Den Grund dafür sieht er neben der E-Mobilität vor allem in der Corona-Krise. Diese habe den Bedarf und zugleich die Schwächen der Digitalisierung aufgezeigt und technologische Neuerungen vorangetrieben. „Was normalerweise zehn Jahre dauert, hat nun alles innerhalb eines Jahres stattgefunden.“

Ohne Halbleiter geht in der vernetzten Welt nichts. Sie sind ein Grundmaterial für Mikrochips, die in sämtlicher Elektronik stecken. In Dresden produziert Globalfoundries pro Jahr rund 400.000 Wafer. Angesichts der wachsenden Nachfrage sollen es künftig doppelt so viele sein. Das Unternehmen mit derzeit rund 3200 Mitarbeitern will ausbauen und hat noch freie Flächen in seinen Reinräumen im Dresdner Norden. Auf mehr als 400 Millionen Euro schätzt Horstmann die Summe der Investitionen für den Ausbau. Neben Chips für Smartphones und Computer setzt der Halbleiterhersteller verstärkt auf Chips für die Automobilindustrie, 5-G-Anwendungen oder Display-Technologien.

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