Essen - Lärm ist lästig und Lärm macht krank. Deshalb schreibt der Gesetzgeber Grenzwerte für den Lärmpegel von Fahrzeugen vor. Dabei dürfen Motorräder auf den Straßen etwas mehr Krach machen als Autos.

Für Pkw gilt seit 1996 ein Lärmgrenzwert von 74 Dezibel (dB), der aber nach einem EU-Beschluss bis zum Jahr 2024 auf 68 dB gesenkt werden soll. Für Motorräder, die nach dem 1. Oktober 1995 zugelassen wurden, gilt aktuell ein deutlich höherer Grenzwert von 80 dB.

Dafür, dass Motorräder lauter sein dürfen, gibt es laut dem TÜV Nord mehrere Gründe. Es wird damit dem Umstand Rechnung getragen, dass der Motor außen liegt und dass die Platzverhältnisse für eine wirkungsvolle Schalldämpferanlage eingeschränkt sind. Außerdem kommen Motorräder oft auf eine bis zu doppelt so hohe Drehzahl wie Autos.

Im Alltag können Motorräder - oder Autos - aber auch deutlich lauter sein. Denn die Fahrgeräusche werden beim Beschleunigen aus 50 km/h im zweiten oder dritten Gang über eine Strecke von 20 Metern gemessen. Die so ermittelten Normwerte halten die Fahrzeuge ein, wenn sie nicht unzulässig technisch verändert wurden. Oft wird ein Fahrzeug jedoch nicht nach der Norm bewegt und kann deutlich mehr Lärm machen. (dpa/tmn)