Berlin - Es waren die Tage, an denen die europaweite Reisebeschränkung endete. Urlauber und Geschäftsreisende standen Schlange in Tegel und Schönefeld, hieß es in der Berliner Zeitung. Das klang nach Aufbruch, dazu passte, dass den Familien wieder Kita-Plätze in Berlin zur Verfügung standen. Noch besser. Und dann wurde an diesem Tag, 16. Juni 2020, die Corona-Warn-App (CWA) vorgestellt. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) bezeichnete sie als einen großen Schritt für die Pandemie-Bekämpfung.

Und ganz schnell waren Millionen Bürger registriert. Das lag vielleicht auch daran, dass in Deutschland erstmals massiv auf Datenschutz gesetzt wurde. Der Code war einsehbar, was die Open-Source-Community nutzte. Doch dann kamen die schlechten Nachrichten: Es zeigte sich, wie abhängig die digitale Welt von den Betriebssystemen der großen Tech-Konzerne Apple und Google ist. Für ältere Geräte war die App nicht geeignet. Damit konnten viele Menschen gar nicht selbst entscheiden, ob sie mitmachen wollten oder nicht. Sie wurden aus technischen Gründen ausgeschlossen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.