Daumen nach oben - Facebook konnte in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen Quartalsgewinn vermelden. 
Foto: AFP/Jossh Edelson

BerlinSchon klar, eine allgemeingültige Formel für Erfolg gibt es nicht. Und doch lässt sich von den Tech-Giganten aus den USA, den Gewinnern in der Zeit der Pandemie, einiges lernen. Amazon und Facebook gaben gerade bekannt, dass sie ihre Quartalsgewinne verdoppeln konnten.

Die wichtigste Erkenntnis ist nicht neu, aber in vielen Unternehmen noch immer nicht angekommen. Nur wer auf Digitalisierung setzt, wer versteht, wie sich Märkte zu Beginn des 21. Jahrhunderts erschließen und Marktpositionen verteidigen lassen, hat eine Zukunftsperspektive. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat früher als andere verstanden, welche Kommunikationsmöglichkeiten das Internet bietet, Jeff Bezos hat den Plattform-Handel optimiert. 

Es wäre naiv, wenn man die rücksichtslosen, unsozialen und ignoranten Methoden der beiden Konzernchefs übersähe, aber in dieser Zeit geht es um etwas Zukunftsweisendes: endlich die Furcht vor der Digitalisierung aufzugeben, um die Rezession zu überwinden. Bei den aktuellen Themen scheint das wieder nicht zu gelingen. Als deutsche Großunternehmen auf Cloud-Computing setzen wollten, waren sie auf Google (Deutsche Bank) und Amazon (Volkswagen) angewiesen. Als es um Kommunikation während des Lockdowns ging, sprach alle Welt von Teams und Zoom aus den USA.  

Noch ein großes Thema: Schulbildung. In den USA gehen Experten davon aus, dass es in den nächsten Monaten Hybridformen von Unterricht geben wird, also mal zu Hause, mal mit Präsenz in der Klasse. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, um sich vorzustellen, wie entschlossen Tech-Konzerne im Silicon Valley an Lösungen arbeiten werden. Und was passiert bei uns? Apple-Gründer Steve Jobs hat einmal gesagt, dass Innovation zwischen Anführern und Anhängern unterscheide. Noch gibt es zu viele, die nur folgen wollen.