Jungs gelten als Intensivspieler, bei den Mädchen scheint das Interesse geringer geworden zu sein. 
Foto: dpa/Christoph Soeder

Berlin - Ist das noch Zocken - oder schon Sport? Seit Jahren ringt E-Sport (virtueller Sport) in Deutschland um mehr Anerkennung. In der Politik stoßen die Lobbyverbände zunehmend auf offene Ohren – eine Entwicklung, die dem Kriminologen Christian Pfeiffer Sorge bereitet. „Das ist eine Einstiegsdroge“, sagt der langjährige Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), der Deutschen Presse-Agentur über aus seiner Sicht nur scheinbar harmlose Fußball-Spiele. „Darüber finden die Jungs den Zugang zu anderen Spielen.“

Der eSport-Bund Deutschland (ESBD) geht davon aus, dass „knapp vier Millionen Menschen in Deutschland sich für E-Sport begeistern“. Er zählt inzwischen 350 E-Sport-Organisationen – Amateurvereine, Profiteams, Hochschulgruppen und Turnierveranstalter. „Das Thema E-Sport ist längst kein Nischenthema mehr. Wir sprechen hier über ein weltweites Phänomen, das Millionen von Menschen erreicht und begeistert“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) unlängst im Landtag in Hannover. „Der digitale Breitensport ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“

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