Laufen geht nicht, das Sehen funktioniert nur eingeschränkt, und ständig drohen die Auskühlung und der plötzliche Kindstod. Der Mensch ist nach seiner Geburt äußerst hilflos. Er müsste eigentlich viel länger im Mutterleib bleiben. Und zwar 16 Monate, um ungefähr die Fitness eines Affenbabys zu erreichen. Doch schon nach etwas mehr als der Hälfte dieser Zeit erblickt er bereits das Licht der Welt. Amerikanische Forscher haben nun herausgefunden, warum das so ist.

Bisher erklärten Wissenschaftler die Frühgeburten-Strategie des Homo sapiens damit, dass zwei evolutionäre Entwicklungen einen Kompromiss finden mussten. Die eine Entwicklung war die des Menschen zu einem Wesen mit aufrechtem Gang, was zu einer Engstellung seines Beckens führen musste. Die andere Entwicklung war die zu einem ausgeprägten Gehirn, das aber in einem halbwegs ausgereiften Zustand unmöglich durch das verengte Aufrechtgänger-Becken der Mutter passen würde. Also verkürzte sich die Schwangerschaft. Und zwar auf eine Dauer, die für das Baby und seinen Schädel am besten ist: So klein wie nötig, aber auch so weit entwickelt wie möglich.

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