Bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump in Ohio zeigten sich Anhänger der QAnon-Bewegung. 
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BerlinNach Twitter geht auch Facebook gegen die amerikanische Verschwörungstheorien-Bewegung QAnon vor. Man habe 790 Gruppen, 100 Seiten und 1500 Anzeigen mit Verbindung zu QAnon entfernt, teilte das weltgrößte Onlinenetzwerk am Mittwoch mit. Zudem seien bei 1950 Facebook-Gruppen und 10.000 Accounts der Foto-Plattform Instagram Einschränkungen verhängt worden.

Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Donald Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats gebe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden. Twitter hatte bereits vor knapp einem Monat mehr als 7000 Accounts, die QAnon-Unterstützern zugerechnet wurden, dauerhaft gesperrt.

Facebook sehe Bewegungen, „die Gewaltakte befürworten, die zeigen, dass sie Waffen haben, und andeuten, dass sie diese auch einsetzen würden“, erklärte das Onlinenetzwerk.

Facebook betonte zugleich, dass auch 980 Gruppen bei dem Onlinenetzwerk für Aufrufe zu Unruhen entfernt worden seien. Einige davon würden mit dem Namen Antifa mit Verbindung gebracht, hieß es. Unter anderem US-Präsident Donald Trump bezeichnet Antifa-Gruppen als Drahtzieher jüngster Plünderungen in amerikanischen Städten.

Andere Dienste hatten schon vorher reagiert, schrieb die „New York Times“: Twitter hatte bereits im vergangenen Monat bekannt gegeben, dass es Tausende von QAnon-Konten entfernt habe. Reddit hat auch einige seiner Foren für QAnon-Inhalte gesperrt, während die Video-App TikTok mehrere QAnon-bezogene Hashtags gesperrt hat. YouTube entfernt außerdem regelmäßig QAnon-Inhalte, darunter waren angeblich Zehntausende Videos mit Bezug zu QAnon und außerdem Hunderte von QAnon-Kanälen. Ein YouTube-Sprecher nannte als Begründung „den Verstoß gegen unsere Community-Richtlinien“.

US-Präsident Donald Trump hat unterdessen eine Gelegenheit verstreichen lassen, sich von Anhängern der  Bewegung zu distanzieren. „Wie ich verstehe, mögen sie mich sehr, was ich zu schätzen weiß“, sagte Trump  während einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er wisse zwar nicht viel über die Bewegung. Er habe aber gehört, dass sie an Popularität gewinne. Und: „Ich habe gehört, dass es Leute sind, die unser Land lieben.“

Von einer Reporterin wurde er speziell auf die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger angesprochen, dass  Politiker der Demokraten sich mit Hormonen behandeln ließen, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden. Darauf angesprochen, dass die QAnon-Anhänger glaubten, er rette die Welt „vor einem satanischen Kult aus Pädophilen und Kannibalen“, sagte Trump: „Ich habe das nicht gehört. Aber soll das etwas Schlechtes sein oder etwas Gutes? Wenn ich helfen kann, die Welt vor Problemen zu retten, bin ich bereit dazu.“