Musikhören ist inzwischen überall möglich, aber Streaming hat seinen Preis. 
Foto: Imago/ingimage

Berlin - Im Jahr 2008 schlug der „Scientific American“ Alarm: Unter der Überschrift „Bittersüße Symphonien“ warnte die angesehene Fachzeitschrift, dass die Musikindustrie jede Menge Elektroschrott in Form von CDs und DVDs produziere. Die Tonträger, die giftige Stoffe wie Nickel und Lacke enthalten, könnten nicht richtig recycelt werden.

2008 war der Streaming-Dienst Spotify gerade zwei Jahre alt, Apples legendärer iPod sieben Jahre auf dem Markt. Elektronische Titel machten damals bereits 30 Prozent der US-Musikindustrie aus. Entsprechend groß war die Hoffnung, dass die Digitalisierung zu einem nachhaltigeren Konsum führen würde. „Die meisten Konsum-Analysten“, schrieb der „Scientific American“, „gehen davon aus, dass diese Prozentzahlen in den kommenden Zahlen stetig steigen werden, was eine gute Nachricht für die Umwelt ist.“ Aber stimmt das? Ist digitaler Musikkonsum wirklich ökologischer?

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