Ein Sonderzeichen, ein Großbuchstabe, eine Zahl – das war einmal.
Foto: Imago Images

Berlin - Viele Jahre mussten wir alle paar Monate aus Sicherheitsgründen unsere Passwörter wechseln. Damit ist nun Schluss! Denn das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist von den uns allen wohl vertrauten Regeln wie „ein Sonderzeichen, ein Großbuchstabe, eine Zahl“ und eben „regelmäßiger Passwortwechsel“ abgerückt. Die neuen Empfehlungen sind: Jedes Zeichen ist erlaubt, auch Leerzeichen. Passwörter sollen nicht regelmäßig gewechselt werden, außer es wurde eines entwendet oder dies kann vermutet werden.

Denn es ist bekannt, dass Menschen für viele Anwendungen das gleiche Passwort verwenden, das sie durch den Zwang zum regelmäßigen Wechsel dann nur minimal verändert weiternutzen. Fein, werden Sie sagen, und wie sieht es mit dem Wichtigsten aus? Ich erlaube mir hier unsere BVG zu zitieren, die ihre großen Gelben ja bekanntermaßen mit der Länge bewirbt, auf die es bei Passwörtern wohl noch mehr als bei Bussen ankommt. Und ich muss zugeben, dass ich in diesem Punkt vom BSI leicht enttäuscht bin. Das würde ich nie laut sagen, aber Ihnen sage ich das, werte Leserinnen und werte Leser: 8 Zeichen sind einfach zu wenig für meinen Geschmack, 10 sind aus meiner Sicht das Minimum, besser gleich 12 Zeichen, länger geht immer. Hier hätte das BSI mit den neuen Empfehlungen von den Anwendern, ergo uns allen, mehr fordern können.

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