Die Krähe, die damals noch ganz schwarz war, geriet eines Tages mit dem Fuchs aneinander. Sie hatte ihm eine seiner Betrügereien vermasselt, und er dachte gar nicht daran, sich das gefallen zu lassen. Also legte er sich auf einen Weg, stellte sich tot und wartete, bis die geflügelte Aasfresserin schließlich an ihm herumpickte. Dann schnappte er sie und begann, ihr die Federn auszurupfen. Mit knapper Not konnte sie schließlich entkommen, doch da war ihr Körper schon weitgehend kahl. Nur Kopf, Schwanz und Flügel waren verschont geblieben. Zwar wuchs die verlorene Federpracht im Laufe der Zeit wieder nach – allerdings nur noch in Grau statt in Schwarz. So erzählt es jedenfalls ein Märchen aus Estland.

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