Berlin - Die Information auf der Internetseite des Unternehmens Biontech ist klein, aber sie ist zu finden. „Er ist verheiratet mit Dr. Özlem Türeci“, steht am Ende der Kurzbiographie des Vorstandsvorsitzenden Uğur Şahin. Umgekehrt ist bei Özlem Türeci, Vorstand Medizin, zu lesen, dass sie mit Uğur Şahin verheiratet ist. Ein dezenter Hinweis darauf, dass zu der ersten wirklich guten Nachricht in Sachen Coronavirus auch die Geschichte zweier Menschen gehört. Zweier Menschen, denen gemeinsam wahrscheinlich gelungen ist, worauf die ganze Welt derzeit wartet: einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 zu entwickeln.

Uğur Şahins oft freundlich dreinblickendes Gesicht hat man in den vergangenen Monaten immer wieder zu sehen bekommen, wenn es darum ging, wann im Kampf gegen die Pandemie ein Vakzin zu erwarten sei. Der Wirkstoff der Mainzer Firma Biontech, für den demnächst die Zulassung beantragt werden soll,  gehörte seit Monaten zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Uğur Şahin repräsentiert das Unternehmen nach außen, gibt Erklärungen ab, beantwortet Interviewfragen. Innerhalb des Unternehmens agieren Türeci, 53, und Şahin, 55, als ebenbürtige Partner. Wenn man sich mit dem Ehepaar beschäftigt, sich umhört, wie sie zusammenarbeiten, entsteht der Eindruck, dass es die über Jahre geteilte Forscherleidenschaft brauchte, um genau jetzt diesen Erfolg präsentieren zu könnten.

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