Berlin - Viele Menschen sind tagtäglich auf den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) angewiesen. Wer morgens und nach Feierabend mit Bus und Bahn fahren muss, der weiß, dass viele Verkehrsmittel oft völlig überfüllt sind.

Als Pendler kennt man die Situation und kann sich auf fehlende Sitzplätze und beengte Fahrten einstellen und im Idealfall damit abfinden. Gelegentliche Nutzer oder Urlauber sind oft weniger gut informiert.

Live-Standort des Busses abfragen

Bis jetzt. Denn genau für solche Fälle soll mit einer neuen Funktion von „Google Maps“ nun Abhilfe geschaffen werden. Ab sofort wird Nutzern der App (sowohl iOS als auch Android) sofort angezeigt, wie voll das gewählte Fahrzeug ist, wenn man die Route eingegeben hat.

Dafür hat das Unternehmen in den vergangenen Monaten bei seinen Nutzern angefragt, wie voll Busse und Bahnen sind, in denen sie sich aktuell befinden. Die Auswertung hat ergeben, dass viele Fahrzeuge zu den gleichen Zeiten besonders voll sind. Das gleiche Prinzip wird laut „Techbook“ übrigens bereits für den erwarteten Besucher-Ansturm an bekannten Orten und Sehenswürdigkeiten eingesetzt.

Hinzu kommt eine zweite, äußerst praktische Funktion: Bereits seit längerer Zeit können Nutzer der App ihre Fahrkarten per Smartphone kaufen. Jetzt können sie sich zusätzlich über Verspätungen und Ausfälle des Busses informieren. Die notwendigen Live-Daten rund um die Ankunftszeiten werden meist von den zuständigen Verkehrsbetrieben bereitgestellt. In allen anderen Fällen greift „Google Maps“ bei Busverbindungen ab sofort auf die aktuelle Verkehrslage zurück.

Gab es auf der Route des Busses einen Stau, berechnet „Google Maps“ die daraus resultierende Verzögerung und gibt diese in der App an. Auf Wunsch können sich Nutzer auch anzeigen lassen, wo ihr Bus genau feststeckt.

Deutsche Städte bekommen nicht alle Funktionen

Einen Haken hat das Ganze allerdings: Derzeit werden die neuen Funktionen in 200 Städten weltweit getestet, darunter sind Amsterdam, Paris und New York. Unserer Redaktion liegen Informationen vor, dass zumindest das sogenannte „Crowdedness Feature“ (also die Angabe, wie voll der Bus ist) in den folgenden deutschen Städten eingesetzt werden soll: Berlin, München, Köln, Hamburg, Stuttgart, Hannover, Nürnberg, Mannheim, Dresden, Frankfurt, Bremen, Karlsruhe und im Ruhrgebiet.

Über den Zeitpunkt der Funktions-Einführung macht Google jedoch keine Angaben. Die Live-Standorte hingegen, also wo der Bus genau feststeckt, sind aktuell für Deutschland nicht geplant. (dhu)